Olympia Skisprungschanze Garmisch

Olympia Skisprungschanze Garmisch

Die neue Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen ist ein herausragendes Bauwerk und ein besonderes Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde 2007 in Betrieb genommen und mehrfach ausgezeichnet. Der aktuelle Schanzenrekord wird von dem Schweizer Skispringer Simon Ammann gehalten: Er erreichte am 1. Januar 2010 eine Weite von 143,5 Metern.

Fast 100 Jahre Neujahrsspringen

Auf der großen Olympiaschanze fand bereits 1921 ein erstes Neujahrsspringen statt. Mit der Olympiade 1936 erhielt die Schanze ihren heutigen Namen. Außer in den Kriegsjahren fand hier jedes Jahr am Neujahrstag das Neujahrsspringen statt. Es ist Teil der Vierschanzentournee, die um die Jahreswende herum ausgetragen wird. Das Auftaktspringen findet am 29. oder 30. Dezember in Oberstdorf statt. Es folgen die Springen in Garmisch-Partenkirchen am 1. Januar und in Innsbruck am 3. oder 4. Januar. Den Abschluss bildet das Dreikönigsspringen in Bischofshofen am 6. oder 7. Januar.

Ein kühner Bau - Olympia Skisprungschanze

Die große Olympiaschanze liegt am Fuße des Gudibergs und wurde mehrmals umgebaut. 2007 wurde ein völlig neuer Bau umgesetzt, ein kühner, 62 Meter hoher und frei herausragender Anlauf, der der Schanze den Namen „Olympischer Freischwinger“ eintrug. Er ist 100 Meter lang. Das Bauwerk schmiegt sich in seiner sanft geschwungenen Form ideal in die Bergwelt ein. Im Winter ist es optisch kaum auszumachen, denn es besitzt eine transluzente Verkleidung aus Polycarbonatplatten. Sie verändern sich je nach Lichteinfall. Wenn die Konstruktion abends von innen beleuchtet wird, ist die Schanze bis weit in das Tal zu sehen.

Die neue Schanze wurde am 21. Dezember 2007 von dem erst 17-jährigen Nachwuchsspringer Felix Schorft eingeweiht. Bei diesem Sprung erreichte Schorft auf Anhieb eine Weite von 132 Metern. Bereits 2010 stellte Simon Ammann seinen erwähnten Schanzenrekord auf, der bis heute ungebrochen ist.

2009 und 2010 erhielt die Schanze aufgrund ihrer außergewöhnlichen Form und der perfekten Integration aller notwendigen Bereiche zwei renommierte Architekturpreise: 2009 den internationalen IOC/IAKS Award in Gold und 2010 den deutschen BDA Preis Bayern des Bundes Deutscher Architekten.

Ein beliebter Besucherort

Die Attraktivität des Springens zeigte sich früh. Die Fernsehübertragungen sorgten ab 1956 (Bayerischer Rundfunk für die ARD) für zusätzliche Popularität und steigende Zuschauerzahlen. Wer sich die Schanze gern selbst live anschauen möchte, hat dafür das ganze Jahr über Gelegenheit. Jeden Samstag um 15.00 Uhr findet eine Führung statt, zwischen Mai und Oktober auch mittwochs um 18 Uhr. Das Stadion ist außerhalb der Veranstaltungen frei zugänglich und bietet einen Themenweg mit vielen interessanten Details rund um das Stadion und die vier Schanzen.

Nervenkitzel garantiert - mit dem Flying Fox

Wer ein bisschen fliegen und es den Springern nachtun möchte, ist in der Sommersaison beim Flying Fox richtig aufgehoben. Dabei hängen Sie – gut gesichert und mit Helm ausgestattet – an einem Drahtseil und rasen mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde durch die Luft. Die Geschwindigkeit hängt von Körpergröße und Gewicht ab. Der Höhenunterschied zwischen Start und Ziel beträgt etwa 75 Meter, das Seil ist 270 Meter lang. Ein solcher Run ist etwas für Mutige, die einen besonderen Kick suchen. Wer sportlich unterwegs ist, freut sich sicher über diesen Tipp: Es gibt eine Kombieintrittskarte für den Flying Fox und den Kletterwald Garmisch-Partenkirchen – das ist übrigens auch ein tolles Geschenk für Menschen, die Sie als wagemutig kennen; oder Sie lassen sich selbst beschenken.

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