Schloss Neuschwanstein und die Königsschlösser König Ludwig II.

Schloss Neuschwanstein und die Königsschlösser König Ludwig II.

Ludwig II., König von Bayern, kam nach dem Tod seines Vaters bereits mit 18 Jahren auf den Thron. Er wurde nur knapp 41 Jahre alt (1845-1886), aber mit dem Bau seiner Schlösser schrieb er Geschichte. Die Romantik des Mittelalters, der architektonische Hang zu Auffälligkeiten, die Verehrung Richard Wagners und ein gutes Händchen für exquisite Ausstattungen ergaben einen unvergleichlichen Gestaltungsmix für Gebäude und Parks, für Innenräume und Anlagen.

Zudem rankt sich ein bis heute ungelöstes Geheimnis um Ludwigs frühen Tod im Starnberger See. Kein Wunder, dass Ludwig als Märchenkönig in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Seine Schlösser sind bis heute bedeutende touristische Ziele.

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein gilt als DAS Märchenschloss schlechthin, wurde es doch nach romantischen Ritterburg-Idealen konzipiert. Ludwig II. hatte es einst als seinen privaten Rückzugsort bauen lassen, doch als er starb, war das Gebäude noch nicht fertiggestellt. Baubeginn war bereits 1869. Schon sechs Wochen nach Ludwigs Tod, jenem tragischen 13. Juni 1886, wurde der Bau erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Inzwischen besuchen mehr als 1,5 Milliarden Menschen das traumhafte Schloss. Es stellt für Touristen aller Länder die wohl wichtigste Attraktion innerhalb Deutschlands dar. Durch den starken Zulauf ist Schloss Neuschwanstein aktuell das einzige der Ludwigs-Schlösser, das schwarze Zahlen schreibt. Am besten sichern sich Besucher die Karten online; gern sind wir vom Best Western Hotel Ihnen dabei behilflich. Nicht angemeldete Gäste müssen je nach Saison sehr viel Geduld mitbringen, ehe sie eintreten dürfen.

Schloss Herrenchiemsee

Für Schloss Herrenchiemsee diente Versailles als Vorlage, doch ist der Bau weitgehend unvollendet – auch bei diesem Bauvorhaben kam der plötzliche Tod des Königs dazwischen. Er hatte das Schloss als jüngstes Projekt in Angriff genommen, verweilte hier aber nur wenige Tage.

Eventuell hätte es aber auch nicht fertiggestellt werden können, wenn Ludwig länger gelebt hätte, denn der Märchenkönig war überaus stark verschuldet und in diversen Bauvorhaben engagiert. Dennoch wurde hier einiges fertiggestellt. So genießen wir heute die Schauräume – unter anderem einen großen Spiegelsaal und die königlichen Wohnräume – sowie den attraktiven Park mit seinen langen Sichtachsen und den wundervollen Brunnenanlagen. Der Garten wurde erst nach Ludwigs Tod weitgehend im alten Versailler Stil hergerichtet.

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Schloss Linderhof

Das kleine Schloss Linderhof, auch Königshäuschen genannt, erinnert an die französischen Lustschlösschen. Es wurde von Ludwig als einziges Schloss fertiggestellt. Das Kleinod besteht vollständig aus Holz und zeugt von einer Kunstfertigkeit, die ihresgleichen sucht. Hier treffen sich eine barocke Außenfront und Innenräume im schönsten Neurokoko. Auch der Garten zeigt einerseits formal strenge Strukturen, im Parkbereich dagegen englische Vorbilder.

Obwohl sich Ludwig überall Ideen holte, stellt das Gesamtergebnis eine eigene Kreation dar. Das Haus sollte dem König als Rückzugsort dienen. Zu besichtigen sind beispielsweise das königliche Schlafzimmer und die Gobelinzimmer. Der Garten ist unbedingt einen Besuch wert, denn hier stehen weitere kleine Gebäude sowie unter anderem eine künstlich beleuchtete Grotte, die zu ihrer Zeit den neuesten Stand der Technik repräsentierte.

Königshaus am Schachen

Ludwig verwirklichte im Königshaus am Schachen seine orientalischen Träume – die Liebe zum Orient war ein weit verbreitetes Phänomen seiner Zeit. So ist das ganze Obergeschoss mit Diwanen, Kandelabern und Springbrunnen eingerichtet, während das Erdgeschoss eher einen alpinen Anstrich bekam. Sogar lebende Bilder ließ der dem Theater verbundene Monarch einfließen: Diener mussten Tee trinken und Wasserpfeife rauchen, um dem Ganzen ein echtes Flair zu verleihen.

Ludwig war gern hier und feierte jedes Jahr seinen Geburtstag und Namenstag in diesem Haus. Es kann nur zu Fuß erreicht werden, dafür bieten sich dem Gast nach dem Aufstieg traumhafte Ausblicke, beispielsweise auf die Zugspitze. Auf dem Schachen erwartet die Besucher außerdem ein Berggasthof.

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